Nachhaltigkeit als Innovationstreiber

Der schonende und verantwortungsvolle Umgang mit Ressourcen ist für uns Anspruch und Verpflichtung zugleich. Bereits bei der Rohstoffgewinnung, die ganzjährig mit eigens entwickelter Abbautechnik erfolgt, arbeiten wir mit dem NABU zusammen, um an unseren Standorten Lebensräume für seltene Arten zu schaffen und zu erhalten. Durch die anschließende Renaturierung der Abbauflächen und kurze Transportwege von der Abbaustätte bis zur Weiterverarbeitung reduzieren wir Umweltauswirkungen entlang unserer Wertschöpfungskette. Die kontinuierliche Reduktion von Emissionen in Produktion und Rohstoffen hat den Weg für unsere CO₂-neutralen c-ton®-Betonsteine geebnet. CSC-Zertifizierungen mit einmal Platin und zweimal Gold für unsere drei Unternehmensbereiche bestätigen unser Engagement.

Wir verstehen diesen Weg als kontinuierlichen Prozess und arbeiten laufend an langfristigen Lösungen, die ökologische, soziale und ökonomische Aspekte miteinander verbinden. Ausführliche Informationen zu unseren Aktivitäten und Kennzahlen finden Sie in unserem Nachhaltigkeitsbericht.

CSC-Zertifizierung

Die CSC-Zertifizierung der gesamten Unternehmensgruppe nach dem Standard 3.0 mit einmal Platin und zweimal Gold zeichnet unser Nachhaltigkeits-Engagement entlang der gesamten Wertschöpfungskette aus. Das internationale Zertifizierungssystem des Concrete Sustainability Council (CSC) bewertet die Herstellungsprozesse von Beton, Zement und Gesteinskörnung hinsichtlich ökologischer, sozialer und ökonomischer Kriterien und bescheinigt nachhaltiges und verantwortungsvolles Wirtschaften entlang der gesamten Lieferkette.

CSC-Zertifikate werden von den gängigen internationalen Systemen zur Bewertung der Nachhaltigkeit von Gebäuden anerkannt, u. a. DGNB, BREEAM und LEED. Mit unseren Produkten bieten wir unseren Kunden konkrete Vorteile und schaffen die Voraussetzung für die Erfüllung von Nachhaltigkeitsanforderungen und die Anerkennung von internationalen Gebäudezertifizierungen.

Energie- und Ressourceneffizienz

Die AHE-Unternehmensgruppe sieht den globalen Klimawandel mit seinen bereits jetzt spürbaren Folgen als zentrale Herausforderung für unsere Gesellschaft. Deswegen unterstützen wir das Ziel des Pariser Klimaabkommens, die globale Erwärmung auf unter 2° C zu begrenzen. Wir haben uns im Rahmen des DBU-geförderten KMU-Klima-Deal (wissenschaftlich begleitet durch die Hochschule Zittau/Görlitz) ein Klimaziel bis 2045 nach SBTi-Methodik gesetzt, dessen Umsetzung wir kontinuierlich intern dokumentieren.

Durch ein Energiemanagement-System haben wir Einsparpotenziale identifiziert und im Jahr 2020 die gesamte Unternehmensgruppe auf Grünstrom umgestellt. Der Einsatz erneuerbarer Energien für die Produktion ist ein wesentlicher Schritt für die Reduktion unserer Emissionen und die Einhaltung unserer Maxime, lediglich die unvermeidbaren Restemissionen innerhalb der eigenen Wertschöpfungskette auszugleichen. Alle unsere Betonwaren-Produkte sind recyclingfähig und können nach Ausbau z. B. als sekundäres Baumaterial im Straßenbau wiederverwendet werden. Darüber hinaus verwenden wir klinker-reduzierte Zementsorten, wodurch wir unsere Emissionen in der Betonsteinproduktion weiter senken können.

CO2-NEUTRAL* DURCH INNOVATIION innerhalb der Wertschöpfungskette*

Für den Ausgleich unvermeidbarer Residual-Emissionen in der Betonsteinproduktion setzen wir auf den Einsatz einer Kohlenstoffsenken-Technologie innerhalb der eigenen Wertschöpfungskette. Durch die c-ton®-Technologie können Betonsteine 100 % des CO2 ausgleichen, das bei ihrer Herstellung freigesetzt wurde, inklusive der Treibhausgas-Emissionen aus dem Zement.

Elementar ist für uns hierbei, dass der Ausgleich immer auf die Reduktion folgt und keinen Ersatz für Emissionsreduktionsmaßnahmen, sondern eine Ergänzung darstellt.


Umweltschonende Rohstoffgewinnung und -transport

Für alle Beton-Produkte der AHE-Unternehmensgruppe wird echter Weserkies und Wesersand verwendet, der in den unternehmenseigenen Lagerstätten im Wesertal bei Rinteln gewonnen und mit moderner Anlagentechnik aufbereitet wird.
Der Transport der Rohstoffe von der Abbaustätte bis zur Weiterverarbeitung erfolgt zu 100 % durch umweltfreundliche Schiffstransporte mit eigener Flotte. Durch die Schiffstransporte werden pro Tonnenkilometer deutlich weniger CO2 verursacht als mit vergleichbare Lkw-Transporten. © Umweltbundesamt

Prämierte Biodiversität und aktiver Natur- und Artenschutz 

Während der Abbauphase entstehen offene Böden, Flachwasserzonen, Steilufer und weitere wertvolle Strukturen. Sie können seltenen und spezialisierten Tier- und Pflanzenarten neue Rückzugs- und Lebensräume bieten und so einen wichtigen Beitrag zur biologischen Vielfalt leisten.

Die durch die Gewinnung entstandenen Wasserflächen und Uferbereiche werden im Anschluss aufwendig renaturiert. So ist zum Beispiel in enger Zusammenarbeit mit dem NABU die „Auenlandschaft Oberweser“ entstanden. 2014 wurde das ehemalige Abbaugelände zum Naturschutzgebiet erklärt. 2019 wurde der AHE-Unternehmensgruppe der Nachhaltigkeitspreis der Deutschen Gesteinsindustrie in der Kategorie „Umweltschutz/Wiederherrichtung“ und die „Besondere Auszeichnung für Biodiversität“ des Europäischen Gesteinsverbandes UEPG verliehen.

„Die Hohenroder Auenlandschaft ist eines der herausragenden Projekte des NABU in Niedersachen, bei dem seltene Arten wie die Flussseeschwalbe und der Seeadler wieder eine Heimat gefunden haben. Ohne den Sand- und Kiesabbau und die umsichtige Renaturierung des Betreibers AHE hätte diese Auenlandschaft nicht entstehen können.“

Dr. Holger Buschmann Landesvorsitzender NABU Niedersachsen

Schonender Umgang mit der Ressource Wasser

Wasser als Ressource und Lebensraum verantwortungsvoll zu schützen und so effizient und sparsam wie möglich zu nutzen, ist eine unserer Unternehmens-Leitlinien. 

Der firmeneigene Wasserkreislauf für die Aufbereitung und Veredlung der in den Abbaustätten der AHE Schaumburger Weserkies GmbH gewonnenen Rohstoffe ermöglicht eine sparsame Nutzung der Ressource Wasser. 100 % des Waschwassers werden in den Kreislauf zurückgeführt, so werden Wasserverluste auf ein Minimum reduziert.

Zudem  kann durch die Bewegung des Wassers wertvoller Lebensraum für spezielle Tierarten entstehen.

Für unsere Betonwarenproduktion setzen wir Brunnenwasser aus einem eigenen Brunnen ein. Damit gelingt es uns, Trinkwasser nur dort zu verbrauchen, wo es nicht durch anderes Wasser zu ersetzen ist.

In unseren Wasserzielen verpflichten wir uns zu einem verantwortungsvollen Umgang mit der Ressource Wasser.